Manchmal möchte man das Futter einfach wechseln. Vielleicht passt das alte nicht mehr so richtig, der Hund verträgt etwas nicht mehr so gut oder man möchte einfach mal etwas Neues ausprobieren.
Was ich dabei wirklich unterschätzt finde: Der Hundebauch ist nicht immer begeistert, wenn von heute auf morgen plötzlich etwas komplett anderes im Napf landet. 😅
Und dann sitzt man da, denkt eigentlich, man tut seinem Hund etwas Gutes – und plötzlich gibt es Bauchgrummeln, weichen Kot oder Durchfall.
Warum das so schnell passieren kann
Der Magen-Darm-Trakt hat sich an das bisherige Futter gewöhnt. Wenn dann plötzlich andere Zutaten, andere Eiweißquellen oder ein anderer Fettgehalt dazukommen, muss sich der Körper erstmal umstellen.
Manche Hunde haben damit überhaupt kein Problem. Andere reagieren schon auf kleine Veränderungen ziemlich deutlich.
Das heißt übrigens nicht automatisch, dass das neue Futter schlecht ist. Manchmal war einfach nur der Wechsel zu schnell.
Woran du merken kannst, dass es zu viel auf einmal war
Typisch sind zum Beispiel:
- weicher Kot oder Durchfall
- Blähungen
- Bauchgrummeln
- häufiger Kotabsatz
- weniger Appetit
- Übelkeit oder Unruhe nach dem Fressen
Bei manchen Hunden ist es nur ein bisschen weicher Kot. Andere zeigen direkt sehr deutlich, dass ihr Bauch gerade nicht so begeistert ist.
Lieber langsam mischen statt von heute auf morgen wechseln
Ich würde das neue Futter nach und nach untermischen.
Zum Beispiel so:
Tag 1–2:
75 % altes Futter + 25 % neues Futter
Tag 3–4:
50 % alt + 50 % neu
Tag 5–6:
25 % alt + 75 % neu
Danach:
100 % neues Futter
Das ist aber wirklich nur eine Orientierung. Wenn dein Hund einen empfindlichen Magen hat, kannst du dir ruhig mehr Zeit lassen.
Es gibt keinen Preis dafür, nach sieben Tagen fertig zu sein. 😉
Schau lieber auf deinen Hund als auf den Plan
Ich finde das sowieso viel wichtiger.
Wenn du merkst, dass der Kot plötzlich deutlich weicher wird, dann musst du nicht direkt die nächste Stufe machen. Bleib einfach noch ein bisschen bei der aktuellen Mischung.
Jeder Hund ist anders. Der eine steckt so einen Wechsel locker weg, der andere braucht einfach ein paar Tage mehr.
Und das ist völlig okay.
Nicht gleichzeitig alles neu machen
Was ich außerdem vermeiden würde: neues Futter, neue Leckerlis, neuen Kauartikel und noch irgendeinen Snack gleichzeitig ausprobieren.
Wenn dein Hund dann Probleme bekommt, weißt du am Ende nämlich überhaupt nicht mehr, woran es gelegen haben könnte.
Gerade bei einer Futterumstellung finde ich es besser, den Rest erstmal möglichst normal zu lassen.
Wann ich nicht mehr nur beobachten würde
Ein bisschen weicher Kot kann bei einer Umstellung vorkommen. Wenn dein Hund aber richtig Durchfall bekommt, mehrfach erbricht, sehr schlapp wirkt, Schmerzen hat oder Blut im Kot ist, würde ich das nicht einfach auf das neue Futter schieben.
Dann lieber einmal zu viel beim Tierarzt nachfragen als einmal zu wenig.
Mein Fazit 🐾
Beim Futterwechsel bin ich inzwischen ganz klar Team „lieber etwas langsamer“.
Ein paar Tage mehr machen überhaupt nichts – aber sie können dem Hundebauch eine Menge Stress ersparen.
Und am Ende zählt sowieso nicht, wie schnell der Futtersack gewechselt ist, sondern dass der Hund sich damit wohlfühlt. 💚
Wie ist das bei deinem Hund? Kann er Futterwechsel gut ab oder ist sein Bauch eher empfindlich?

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