Regen, Wind, Matsch – manchmal gibt es einfach Tage, an denen weder Hund noch Mensch große Lust auf einen langen Spaziergang haben. Das heißt aber nicht, dass zuhause Langeweile aufkommen muss.

Gerade an solchen Tagen kann man mit ganz einfachen Dingen für Abwechslung sorgen. Oft braucht es dafür weder teures Spielzeug noch viel Platz. Ein paar Leckerlis, ein Handtuch, ein Karton oder ein bisschen Fantasie reichen schon aus, um den Kopf und die Nase deines Hundes sinnvoll zu beschäftigen.

Und ganz nebenbei: Viele dieser Spiele machen nicht nur dem Hund Spaß. 🐶💚

1. Die Leckerli-Suche

Eine der einfachsten Beschäftigungen überhaupt – und trotzdem bei vielen Hunden ein absoluter Hit.

Verstecke kleine Leckerlis in der Wohnung, zum Beispiel hinter einem Stuhlbein, unter einem Kissen oder in verschiedenen Ecken eines Zimmers. Dein Hund darf anschließend mit der Nase auf die Suche gehen.

Am Anfang kannst du die Verstecke noch recht einfach wählen. Wenn dein Hund verstanden hat, worum es geht, dürfen sie ruhig etwas schwieriger werden.

Mein Tipp: Lieber mehrere kleine Leckerlis verstecken als ein großes. So bleibt dein Hund länger beschäftigt und hat mehrere kleine Erfolgserlebnisse.

2. Das Handtuch-Spiel

Dafür brauchst du nur ein altes Handtuch und ein paar Leckerlis.

Verteile einige Leckerchen auf dem Handtuch und rolle oder falte es anschließend locker zusammen. Dein Hund darf nun herausfinden, wie er an die Leckerlis kommt.

Manche Hunde arbeiten vorsichtig mit der Nase, andere benutzen direkt die Pfoten – und manche entwickeln dabei ihre ganz eigene kreative Technik. 😄

Achte nur darauf, dass dein Hund nicht beginnt, Stücke aus dem Handtuch herauszureißen oder zu fressen.

3. Der Karton voller Überraschungen 📦

Ein leerer Versandkarton kann plötzlich zum spannendsten Spielzeug der Welt werden.

Fülle ihn zum Beispiel mit zerknülltem Papier, leeren Küchenpapierrollen oder kleinen Handtüchern und verstecke dazwischen ein paar Leckerlis.

Dann darf dein Hund schnüffeln, suchen und herausfinden, wo sich die kleinen Schätze verstecken.

Bei unsicheren Hunden würde ich zunächst einen flachen, offenen Karton nehmen und das Spiel langsam aufbauen.

4. Kleine Tricks lernen

Schlechtes Wetter ist perfekt, um ein paar neue Tricks zu üben.

Das müssen überhaupt keine spektakulären Kunststücke sein. Schon kleine Aufgaben beschäftigen den Kopf:

  • Pfote geben
  • Dreh dich
  • Rückwärtslaufen
  • auf eine Decke gehen
  • einen Gegenstand mit der Nase berühren
  • Spielzeug in eine Kiste legen

Trainiere lieber nur wenige Minuten am Stück. Kurze, positive Einheiten bringen oft viel mehr als langes Üben.

Und wenn etwas nicht sofort klappt: völlig egal. Der gemeinsame Spaß zählt.

5. Mini-Parcours im Wohnzimmer

Mit ein paar Dingen aus dem Haushalt kannst du einen kleinen Parcours bauen.

Ein Stuhl wird zum Hindernis, um das dein Hund herumläuft. Ein Besenstiel kann niedrig über zwei Gegenstände gelegt werden. Ein Kissen wird zur kleinen Balance-Station.

Wichtig: Alles sollte sicher stehen und dein Hund sollte weder springen noch irgendwo herunterfallen müssen.

Gerade bei älteren Hunden oder Hunden mit körperlichen Einschränkungen lieber ganz ruhig gestalten und mehr auf langsames Umrunden, Schnüffeln und gezielte Bewegungen setzen.

6. „Welche Hand?“ – das schnelle Nasenspiel

Verstecke ein Leckerli in einer Hand, schließe beide Hände und halte sie deinem Hund hin.

Jetzt darf er erschnüffeln, in welcher Hand sich das Leckerli befindet.

Hat er die richtige Hand ausgewählt, öffnest du sie und er bekommt seine Belohnung.

So simpel – und trotzdem können manche Hunde dieses Spiel gefühlt hundertmal hintereinander spielen. 😄

7. Ruhe kann auch Beschäftigung sein

Das wird manchmal vergessen: Ein Hund muss nicht den ganzen Tag bespaßt werden.

Gerade an Regentagen kann es auch schön sein, bewusst etwas Ruhiges zu machen. Ein Kauartikel, eine Schleckmatte oder einfach gemeinsames Kuscheln auf dem Sofa gehören für mich genauso zu einem entspannten Hundealltag.

Denn auch Ruhe auszuhalten und herunterzufahren ist etwas, das vielen Hunden guttut.

Es braucht gar nicht viel 🐾

Beschäftigung muss weder kompliziert noch teuer sein. Oft entstehen die schönsten Spiele aus Dingen, die sowieso zuhause herumliegen.

Wichtig ist vor allem, dass die Beschäftigung zu deinem Hund passt. Manche lieben Nasenarbeit, andere lernen begeistert Tricks und wieder andere sind nach zehn Minuten Schnüffeln vollkommen zufrieden und schlafen erstmal eine Runde.

Probier einfach aus, was deinem Hund Spaß macht – und mach keinen Wettbewerb daraus. Ein Regentag darf auch einfach gemütlich sein. 💚

Welche Beschäftigung liebt dein Hund bei schlechtem Wetter am meisten?

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